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Das VW Cabriolet ist noch sportlicher geworden. Es hat nun den gleichen sportlichen 50-PS-Motor wie der VW 1302 S. Und
das gleiche sportliche Fahrwerk mit einer Querlenkerfederbeinachse vorn und einer Schräglenkerachse hinten. Genau wie der neue Käfer hat das Cabriolet den längeren Vorderwagen
mit dem vergrößerten Kofferraum und der verstärkten vorderen Stoßstange. Und damit auch bei geöffnetem Verdeck niemand an den Kofferraum kann, ist er abschließbar.
Außerdem ist das neue VW Cabriolet genauso sicher und komfortabel wie der neue Käfer. Denn wer sportlich fahren will, sollte auf Sicherheit und Komfort nicht verzichten.
Was wir am Cabriolet nicht geändert haben, ist das robuste Verdeck. Das so gut verarbeitet ist, daß es völlig dicht schließt. Und somit weder im Winter Kälte noch im Herbst Regenwasser
reinläßt. Es ist mit zwei Handgriffen leicht zu öffnen und zu schließen. Innen hat es einen Kunststoffhimmel, der die Querstreben verdeckt. Die vier Seitenfenster sind voll versenkbar.
Damit Ihr Cabrio nicht nur nach oben hin luftig ist.
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Bericht aus Auto Motor und Sport 16/71, von Fritz Reuter Oben ohne:
VW 1302 LS Cabriolet Das viersitzige VW-Cabrio spielt eine Außenseiterrolle im Käfer-Konzert:
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Es ist nur für Leute interessant, die sich gern den Wind um die Nase wehen lassen. Deren
Zahl scheint sich allerdings entgegen anderslautenden Prognosen in jüngster Zeit kräftig zu vergrößern, denn der Nachfrage entsprechend mußte die Produktion des offenen VW drastisch erhöht werden, und längere Lieferfristen sind, zumal wenn man eine aus-
gefallene Farbe wünscht, keine Seltenheit. Daß sich gerade das VW-Cabrio bei Ozon-Freunden be- sonderer Beliebtheit erfreut, hat vor allem zwei Gründe: Einmal sind viersitzige Cabriolets in noch ver-
tretbaren Preisregionen praktisch ausgestorben, und zum anderen verspricht gerade der VW eine relativ wirtschaftliche Form des
Offenfahrens, denn abgesehen von der Verdeckkonstruktion und Versteifungen der Boden- gruppe unterscheidet es sich ja nicht von den millionenfach bewährten Käfer-Limousinen.
Unter diesem Gesichtspunkt erscheint auch sein Preis von rund 8000 Mark als ange- messen.
Vernünftigerweise wird das Cabrio nur mit der L-Ausstattung und dem 1,6 Liter-Motor
geliefert, dessen 50 PS für verkehrsgerechte Fahrleistungen sorgen. Die mit dem Testwagen erzielten Werte waren nur geringfügig schlechter als die der vergleichbaren
Limousine, obwohl das Cabrio schwerer und selbst in geschlossenem Zustand aerodynamisch ungünstiger ist. Da man bei heruntergeklapptem Verdeck wegen der ab
etwa 80 km/h einsetzenden Verwirbelung ohnehin keine Schnellfahrambitionen entwickelt und auch das behäbig wirkende Auto keinerlei Anspruch auf Sportlichkeit erhebt, ist man
gerade in dieser Käfer-Version mit der verfügbaren Leistung voll und ganz zufrieden.
Zufriedenheit erweckt auch das solide und ungewöhnlich gut verarbeitete Verdeck des VW
-Cabrios. Es ist schnell und einfach zu betätigen und verwöhnt in geschlossenem Zustand die Insassen durch einen appetitlich anmutenden Dachhimmel, der jegliches Gestänge
verbirgt. Störend wirkt lediglich, daß das zurückgeklappte Dach die Sicht nach hinten beträchtlich einschränkt.
Die Verarbeitungsqualität der Karosserie gibt ebenfalls keinen Anlaß zu Kritik. Unliebsame
Geräusche braucht man nicht zu befürchten, und daß das tragende Dachteil fehlt, merkt man nur auf welligen Fahrbahnen, die das Cabrio unwillig mit teilweise recht deutlichen
Schüttelbewegungen quittiert. Zumindest eine Gruppe muß bei der Be- antwortung der Frage "Welchen Käfer kaufen?" nicht lange überlegen: die Cabrio-Fans. Alle
anderen potentiellen Käfer-Käufer müssen indi- viduell nach finanziellen Möglichkeiten und per- sönlichen Bedürfnissen abwägen, wobei 1302 und 1302 S wegen ihrer moderneren Technik
zuerst in Betracht gezogen werden sollten. Wie das Publikum zur Zeit seine Gunst verteilt, spiegelt die gegenwärtige Zusammensetzung der Produktion wider: 9 Prozent entfallen auf
den billigen VW 1200, 21 auf den VW 1300, 67 auf die neueren Modelle 1302 und 1302 S und 3 Prozent auf das Cabriolet.
Fritz Reuter
Das viersitzige Käfer-Cabrio wird
nur mit dem 1600 ccm-Motor und der L-Ausstattung geliefert. Die wesentlichen Unterschiede zur entsprechenden Limousine sind die in der Halterung des abblendbaren Innenspiegels un-
tergebrachte Innenbeleuchtung, die andere Türverriegelung, ein abschließbarer Handschuhkasten und der Chromschutz an den hinteren Kotflügeln. Das sehr solide gearbeitete Verdeck läßt sich
leich öffnen und schließen.
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<< Bericht aus der Guten Fahrt Juni 1971
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